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Mädchen (hat Julianus zugehört, blickt ihn an und schaut sich um, während sie spricht. Es herrscht schon nicht mehr soviel Aufmerksamkeit, weil es niemandem möglich erscheint, das Ziel, den Mittelpunkt zu erreichen. Auch das Mädchen scheint seinen Versuch eher beiläufig zu unternehmen.
Kurz bevor das Mädchen den Globus wirft, fliegt auf der Projektionswand ein Schmetterling in slowmotion diagonal über die Projektionsfläche. Das Mädchen blickt dem Schmetterling nach und - davon abgelenkt - wirft den Globus gedankenlos ins Spiel.)

Fortuna potest dici id,
quod praeter intentionem evenit.
Et cum quisque ludens petat centrum circoli
non est fortuna si tetigerit.
Neque est in potestate nostra
quod voluntas nostra perficiatur.
Dum enim globus currit attenti sumus ut videamus,
si ad centrum accedit.
Et vellemus iuvare ipsum it tandem ibi quiesceret.
Sed quia non posuimus eum in via
nec impetum adhibuimus ad hoc necessarium,
ideo cum intenzione superveniente
cursum quem impressiumus, moderari nequimus.

"Über das Globusspiel" (I n.55): "Zufall kann das genannt werden, was entgegen der Absicht zutrifft. Und da jeder Spieler den Mittelpunkt des Kreises erstrebt, ist es nicht Zufall, wenn er ihn erreicht hat. Auch liegt es nicht in unserer Macht, daß unser Wille erfüllt wird. Während die Kugel läuft, sind wir gespannt zu sehen, ob sie an den Mittelpunkt herankommt. Und wir möchten ihr helfen, wenn wir könnten, damit sie endlich dort zur Ruhe käme. Weil wir sie jedoch nicht auf den Weg gebracht noch ihr den dazu nötigen Anstoß verliehen haben, können wir auch nicht mit der hinzukommenden Absicht ihren Lauf mäßigen; ebenso wie einer, der vom Berg hinunterzulaufen begonnen hat, im vollen Lauf, auch wenn er wollte, nicht einhalten kann."

(Das Mädchen trifft das Ziel.
Projektion zeigt große Schwärme von Schmetterlingen, die aufwärts fliegen.)

 

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